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| Plesiosaurier in
der Gegenwart als Lebewesen |
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Gegend |
USA/Canada, New
York/Vermont/Quebec, Lake Champlain | |
Beobachtungen | |
(1609)
seit 1819 |
Das
berüchtigte Seemonster des Lake Champlain, einem 175 Km langen See an
der Grenze zwischen New York und Vermont, wird als Amerikas Loch Ness
Monster bezeichnet. Der Legende nach soll der französische Forscher
Samuel de Champlain 1609 das Monster zum ersten Mal gesehen haben,
dies war die erste Sichtung eines nordamerikanischen Seemonsters
überhaupt. Ein Reporter fand 1960 aber heraus, dass Champlain zwar ein
Seemonster sah, aber nicht im nach ihm benannten See, sondern an der
Küste von St. Lawrence.
Der wahrscheinlich erste "echte"
Bericht über das Seemonster stammt von Siedlern aus Port Henry, die es
im Jahre 1819 sahen. Ein Eisenbahnerteam sah in der Nähe von Dresden,
NY, 1873 ein riesigen Hals mit Kopf aus dem Wasser ragen, das Untier
soll sich sogar auf sie zubewegt haben. Danach stieg die Anzahl der
Sichtungen, meistens sahen Farmer das Monster, welches die Tiere der
Bauern angriff und riesige Fußstapfen hinterließ. Im selben Jahr
setzte P.T. Barnum eine Belohnung von 50.000$ für das Tier aus. Er
wollte es auf seinem Jahrmarkt ausstellen. | |
1883,
1899 | Keiner brachte es fertig
Barnum das Monster zu bringen, doch die Sichtungen hielten an. 1883
sah Clinton County Sheriff Nathan Mooney eine "riesige Schlange oder
Wasserschlange... zwischen 8 und 10 Meter lang", welche ihren 2 Meter
langen Hals über Wasser hielt. Eine Gruppe Fischer sah das Ungeheuer
1899 wie es den See verließ, die Gruppe hatte deutlich Flossen
erkannt. 1945 glaubte ein Mann eine "Baby Seeschlange" gefangen zu
haben. Diese war 30cm lang, doch geht man heutzutage davon aus, dass
es sich um einen Salamander handelte.
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1977 |
Die berühmteste Sichtung von Champ fand
1977 statt. Sandra Mansi machte in Vermont nahe der kanadischen Grenze
Urlaub, als sie und ihr Ehemann etwas sahen, dass wie ein Kopf und ein
langer Hals einer großen Kreatur aussah. Sie schaffte es das Ding zu
photographieren, bevor es wieder untertauchte. Das Bild wurde von
Fachmännern untersucht, und diese fanden heraus, dass es nicht
manipuliert wurde. Viele Menschen glauben, dass es sich um einen
Plesiosaurier handelt, die selbe prähistorische Spezies der auch
Nessie angehören soll. Die wissenschaftliche Seite meint, dass es wohl
eher eine Flosse eines kleinen Wals sei, der sich im Wasser rollt.
Eine andere Möglichkeit ist, dass es sich um einen von hinten
aufgenommen Wasservogel handelt, welcher seine Flügel ausbreitet, da
eine Welle von vorne (von uns ausgesehen) kommt.
Der ehemalige Lehrer Joseph W.
Zarzynski ist der Gründer der Lake Champlain Phenomenon Investigation,
und die führende Autorität wenn es um Champ geht. Zarzynski hat über
300 Sichtungen gesammelt und vielversprechende Resultate durch Sonar
und elektronische Überwachung erhalten, wobei er aber betont noch
nichts zwingendes gefunden zu haben. Er ist aber so von der Kreatur
überzeugt, dass er die Regierung überzeugt hat, Champ in die Liste
bedrohter und zu schützender Tierarten aufzunehmen.
Falls es wirklich Seeungeheuer in den
USA geben sollte, wäre Lake Champlain der ideale Ort für sie/es. In
seiner Größe wird er nur durch die Great Lakes übertroffen, und mit
seiner Tiefe von 120 Meter sowie seinem Gehalt an Fischen und
aquatischem Leben, würde er locker eine Kolonie von Monster aufnehemen
können. Und mit seiner Atlantiköffnung wäre er viel verlockender als
ein isolierter See... so einer wie Loch Ness. |
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Gegend |
Großbritanien,
Schottland, Loch Morar | |
Beobachtungen | | |
seit
1887 |
Nessie
mag Schottlands berühmtestes Seemonster sein, doch es ist bei weitem
nicht das einzigste. 110 Km südwestlich von Loch Ness, liegt Loch
Morar welcher die Heimat von einem Beast genannt Morag sein soll. Der
Name kommt vom gälischen "Mhorag" ("Vorack" ausgesprochen), was "Geist
des Sees" bedeutet.
Nach der Loch Morar Survey, einer
Gruppe von Wissenschaftlern die sich Morag verschrieben haben, gibt es
über 30 glaubwürdige Sichtungen der Kreatur, die bis 1887
zurückreichen. In den 30ern Jahren, als Nessies erste große
Sichtungswelle stattfand, wurde auch Morag öfters gesehen. Man
beschreibt es als ein sich schnell bewegendes, buckliges Wesen das
etwa 10 Meter lang ist, und natürlich hat es auch den
charakteristischen langen Hals mit kleinem Kopf.
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1969 |
Im August 1969, fuhren Duncan
McDonald
and William Simpson ihr Motorboot wieder zurück zur Küste, als sie
plötzlich ein nahes Erlebnis mit Morag hatten, dass
McDonald
so beschrieb:
"Ich hörte ein Platschen im Wasser
hinter uns und drehte mich um, da sah ich die Kreatur etwa 20 Meter
hinter uns im Wasser, wie sie sich auf uns zu bewegte. In wenigen
Sekunden war sie bei uns und begann das Boot zu attackieren. Das war
unglaublich! Sie brachte das Boot dazu zu stehen. In meiner Angst
packte ich ein Ruder und war bereit das Tier anzugreifen, da ich nicht
wollte, dass es das Boot umkippt."
Währenddessen hatte Simpson ein Gewehr
gepackt und auf die Kreatur geschossen, welche sich dann langsam
wegbewegte. Während dieses 5-minütigen Erlebnisses konnten die zwei
ganz deutlich die rauhe, braune Haut des buckligen Rücken des Monsters
sehen. Sie beschrieben es als 8-10 Meter lang und dass es etwa 50km/h
schnell sei.
McDonald
behauptete, er hätte den Kopf der Kreatur gesehen, welcher einem
Schlangenkopf ähnelte und 30cm lag gewesen sei.
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1971 |
Im April 1971 berichteten Ewan Gillies und
sein Sohn John, dass sie das Monster von der Küste aus gesehen haben,
wie es friedlich den See durchschwamm. Sie beschrieben es als 10 Meter
lang mit zwei oder drei Buckeln, einem schlanken Hals und einem
kleinen Kopf, welcher nicht dicker als lang sei. Der Vater holte eine
Photoapparat und photographierten es, doch auf dem entwickelten Film
war nichts ungewöhnliches zu sehen.
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1996 |
Leider gibt es keine Photos von Morag, und
die einzigen Beweise sind Augenzeugenberichte. 1996 wurde ein
mysteriöses Skelett aus einer Tiefe von 18 Metern geborgen. Analysen
erbrachten, dass es sich nicht um einen toten Morag, sondern um ein
Reh handeln würde. Nichts desto trotz, hatte der Monsterjagende
Taucher folgende Theorie parat:"...der einzige Grund warum das Reh
so tief im Wasser war, ist dass es Morags Abendessen war." |
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Gegend |
Großbritanien,
Schottland, Loch Ness | |
Beobachtungen | |
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565 |
Der irische Missionar und Apostel Schottlands,
der heilige Columban der Ältere (um 520–597), verscheuchte im Fluss Ness ein
Seeungeheuer. |
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1527 |
Duncan Campbell erblickte am Ufer des Loch Loch
Ness ein schreckliches Ungeheuer. |
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16.Jahrhundert |
Einer alten Chronik zufolge stieg ein riesiges
Tier aus dem Loch Ness und erschlug drei Männer. |
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um 1650 |
Der englische Chronist Richard Franck
berichtete, das berühmte Loch Ness sei wegen seiner „schwimmenden Inseln“
bekannt. |
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1827 |
Der schottische Schriftsteller Sir Walter Scott
(1771–1832) trug in sein Tagebuch ein, er habe erfahren, jemand hätte
vergeblich versucht, im Loch Ness die legendäre „Wasserkuh“ zu fangen. |
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1852 |
Die Zeitung „Inverness Courier“ publizierte am
1. Juli unter der Überschrift „A Scene from Lochend“ die Sichtung von zwei
im Loch Ness schwimmenden fremdartigen Tieren. Sie wurden als Seeschlangen,
Wale, große Seehunde (Robben) oder entlaufene Ponys gedeutet. |
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1871 |
D. MacKenzie beobachtete an einem Oktobertag
gegen 12 Uhr im Loch Ness ein Objekt, das wie ein nach oben gekehrtes Boot
aussah. |
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1879 |
Eine Gruppe von Kindern beobachtete am Nordufer
des Loch Ness eine fremdartige Kreatur, die ins Wasser watschelte. Sie trug
auf dem langen Hals einen kleinen Kopf und hatte eine Farbe wie ein Elefant.
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1880 |
E. H. Bright und sein Cousin erblickten bei
Drumnadrochit am Ufer des Loch Ness ein vierbeiniges, langhalsiges und
dunkelgraues Monster, das aus dem Wald kam und ins Wasser watschelte. Sein
Hals erinnerte an den Rüssel eines Elefanten. |
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1880 |
Der Taucher Duncan McDonald berichtete, im Loch
Ness sei ein Ungeheuer auf ihn zugeschwommen, habe ihn aber nicht beachtet. |
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1885 |
Roderick Matheson erblickte im Loch Ness, „das
größte Ding“, das er bis dahin in seinem Leben gesehen hatte. Das von ihm
entdeckte „Loch-Ness-Monster“ besaß einen Hals mit Mähne wie ein Pferd.
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1888 |
Alexander MacDonald entdeckte an einem frühen
Morgen im Loch Ness ein salamanderähnliches großes Tier. |
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1895 |
Angler, Förster und Hoteliers beobachteten im
Loch Ness ein furchterregendes großes Monster. |
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1890er |
Einer betrunkenen Frau erschien auf der Straße
zwischen Dores und Foyers das „Loch-Ness-Monster“. Danach war sie so
verstört, dass sie ihren Weg über die Berge statt über die Straße
fortsetzte. |
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1903 |
Der britische Ozeanograph John Murray
(1841–1914) ermittelte bei einer Forschungsexpedition im April in 230
Metern Tiefe die bis dahin tiefste Stelle im Loch Ness. Damals stellte der
Forscher auch fest, dass Loch Ness der See mit dem größten Wasservolumen
in Großbritannien ist. |
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F. Fraser und zwei andere Augenzeugen
entdeckten an einem Dezembernachmittag im Loch Ness einen Höcker, der wie
ein nach oben gekehrtes Boot aussah. |
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1908 |
John MacLeod erblickte im Loch Ness eine
zwischen 9 und 12 Meter lange Kreatur mit aalartigem Kopf und spitz
zulaufendem Schwanz. |
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1909 |
Die elfjährige Margaret Cameron und vier
andere Kinder sahen an einem sonnigen Septembernachmittag beim Spielen an
der Inchnacardoch Bay im Loch Ness ein seltsames Monster. Es trug einen
Kopf wie ein Kamel, hatte einen Höcker auf dem Rücken, eine Hautfarbe wie
ein Elefant und vier Beine. |
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1912 |
William MacGruer aus Fort Augustus und vier
oder fünf andere Kinder im Alter zwischen 10 und 12 Jahren sichteten in
der Inchnacardoch Bay ein gelbes Tier mit langem Hals, einem Höcker auf
dem Rücken und vier langen, kamelartigen Beinen. Das Monster kam aus
Büschen hervor, ging zum Loch Ness und tauchte dort unter. Dies berichtete
MacGruer als Erwachsener dem „Inverness Courier“, der darüber im Oktober
1933 berichtete. |
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1916 |
James Cameron kehrte mit schneeweißem Gesicht
ins „Drumnadrochit Hotel“ zurück: Beim Fischen war in der Nähe seines
kleinen Bootes plötzlich ein ungeheuer großes Tier aufgetaucht. |
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1919 |
Eine 15-Jährige namens Cameron und ihre zwei
jüngeren Brüder sichteten an einem sonnigen Septembernachmittag am Ufer
des Loch Ness ein vierbeiniges Tier, das auf dem langen Hals einen Kopf
wie ein Kamel trug und eine Farbe wie ein solches hatte.
Der 12-jährige John Donald Forbes und sein
Vater begegneten im Februar bei der Heimfahrt nach Foyers dem
„Loch-Ness-Monster“. Als sie sich Inverfarigaig näherten, scheuten
plötzlich die zwei Pferde, die ihren Wagen zogen. Der Grund: Weniger als
20 Meter vor ihnen kam ein schätzungsweise 10 Meter langes Monster
zwischen Bäumen hervor und überquerte die Straße. John Donald und sein
Vater hörten einen lauten Platscher im Loch Ness und das Untier
verschwand. Dies berichtete John Donald Forbes, der später Bischof wurde,
im August 1971. |
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1923 |
Alfred Cruickshank sah an einem Aprilmorgen
gegen 5 Uhr auf der Straße nördlich von Invermoriston – etwa 60 Meter von
ihm entfernt – plötzlich ein Monster. Das Untier war vom Kopf bis zur
Schwanzspitze mehr als 7 Meter lang und trug einen großen Höcker auf dem
Rücken. Etwa die Hälfte seiner Gesamtlänge entfiel auf den Körper, der
Rest auf den Schwanz. Der dunkelolive Körper war etwa 1,80 Meter hoch. Die
Beine sollen so dick wie die eines Elefanten gewesen sein. Bevor das
Monster verschwand, gab es grunzende oder bellende Laute von sich.
William Miller und D. McGillvray erblickten am
10. Mai gegen 7.30 Uhr im Loch Ness ein 3 bis 3,60 Meter langes Objekt,
das wie ein nach oben gekehrtes Boot aussah. |
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1929 |
Mrs. Cumming und D. McGillvray entdeckten im
August im Loch Ness einen pferdeartigen Körper mit Höcker. |
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1930 |
-
Ian J. Milne sah am 14. Juli gegen 7.30 Uhr im
Loch Ness zwei oder drei Höcker.
- Der
„Northern Chronicle“ berichtete am 27. August, im Loch Ness lebe ein
großer Fisch oder ein anderes großes Tier.
- Der Zimmermann Alec Muir sah während einer
Autofahrt bei Dores plötzlich ein „Monster“, das vor ihm die Straße
überquerte. Er folgte dem Ungeheuer in den Wald und entdeckte in einer
Lichtung eine große Vertiefung, die offenbar durch das vorher dort ruhende
Untier erzeugt worden war. Dieser Ort lag unweit eines Schiffes, dessen
Besatzung das Monster im Farnkraut liegen gesehen hatte.
- Schulkinder aus Drumnadrochit erzählten
ihrem Lehrer, sie hätten im Sumpf der Urquhart Bay zwischen Büschen ein
furchterregendes Monster beobachtet. Das Untier, das sie beschrieben, sah
aus wie ein Plesiosaurier.
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1932 |
James Cameron erblickte am 7. Februar gegen 16
Uhr im Loch Ness einen Höcker, der wie ein nach oben gekehrtes Boot
aussah.
Kathleen MacDonald aus
Inverness entdeckte im Februar im Fluss Ness eine etwa 1,80 bis 2,40 Meter
lange „krokodilartige Kreatur“ mit langer Schnauze, langen Zähnen und
kurzem Hals. |
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1933 |
Nachdem die Landstraße A82 am Nordende des
Loch Ness fertiggestellt wurde, häuften sich die Sichtungen eines
Seeungeheuers: (hier zum Beispiel 1933 ausführlich aufgelistet)
- David Stuart erblickte im März zwischen
Büschen eine langhalsige, graue Kreatur, die im Loch Ness verschwand.
- Mrs. Kirton und P. F. Grant beobachteten
zur Mittagszeit gegen 11.45 Uhr im Loch Ness einen etwa 1,80 Meter
langen Höcker.
- Colonel Fordyce sah im April bei Foyers
am Ufer des Loch Ness ein großes, graues Tier mit einem kleinen Kopf und
langem Hals. Die Größe des Monsters lag zwischen einem Pferd und einem
Kamel.
- Die Zeitung „Inverness Courier“
berichtete am 2. Mai über die Hotelbesitzerin Aldie Mackay aus
Drumnadrochit, sie hätte am 14. April gegen 15 Uhr im Loch Ness ein
Seeungeheuer mit zwei Höckern gesehen.
- Alexander Shaw und Alister Shaw
entdeckten am 11. Mai zwischen 17 und 18 Uhr im Loch Ness zunächst eine
Welle und dann einen etwa 2,40 Meter langen Höcker.
- Die Zeitung „Scottish Daily Express“
berichtete am 9. Juni über einen „mysteriösen Fisch“ im Loch Ness.
- Das Londoner Ehepaar Spicer sichtete am
22. Juli gegen 15.30 Uhr auf der Straße zwischen Dores und Inverfarigaig
ein etwa 8 bis 10 Meter langes „Loch-Ness-Monster“ mit kleinem Kopf und
langem Hals.
- Miss N. Smith beobachtete am 5. August
gegen 14 Uhr im Loch Ness einen Höcker.
- Miss P. Keyes, R. A. R. Meiklem und Mrs.
Meiklem erblickten am 5. August gegen 15 Uhr im Loch Ness einen zwischen
1,20 und 1,80 Meter langen Höcker.
- A. H. Palmer entdeckte am 11. August
gegen 7 Uhr einen Tierkopf, der die Wasseroberfläche des Loch Ness
durchbrach. Das Maul soll zwischen 30 und 45 Zentimeter breit gewesen
sein.
- John Cameron sichtete am 15. August
gegen 17.30 Uhr im Loch Ness ein etwa 4,50 Meter langes Objekt, das eine
V-förmige Welle erzeugte.
- Mrs. E. Garden Scott beobachtete am 16.
August gegen 11 Uhr im Loch Ness einen Höcker, der wie ein nach oben
gekehrtes Boot aussah.
- Mrs. B. McDonell und Mrs. Sutherland
erblickten am 25. August gegen 9 Uhr im Loch Ness einen etwa 6 Meter
langen Höcker.
- Mr. W. D. H. Moir entdeckte am 26.
August gegen 21.15 Uhr im Loch Ness einen etwa 12 Meter langen und 1,50
Meter breiten Höcker.
- Die schottische Zeitung „Northern
Chronicle“ meldete am 27. August, drei Männer hätten beim Fischen im
Loch Ness in etwa 500 Meter Entfernung ein ca. 6 Meter langes Gebilde
entdeckt, das Wasser aufwarf und ihr Boot zum Schwanken brachte. Sie
waren davon überzeugt, ein unbekanntes Tier gesehen zu haben. Danach
erhielt die Zeitung zahlreiche Leserbriefe, in denen von ähnlichen
Vorfällen berichtet wurde.
- G. McQueen beobachtete an einem
Augusttag gegen 14.30 Uhr im Loch Ness einen etwa 3,50 Meter langen
Höcker.
- Mrs. M. F. MacLennan aus Drumnadrochit
erblickte am ersten Sonntag im August auf dem Rückweg vom Kirchgang am
Ufer des Loch Ness ein dunkelgraues Monster. Das Ungeheuer war etwa 6
bis 8 Meter lang, trug auf dem Rücken einige Höcker und hatte kurze,
dicke Beine. Als Mrs. MacLennan das Untier erblickte, war ihr Ehemann
nicht bei ihr, weil sie ihre engen Schuhe ausgezogen hatte. Sie schrie
„Daddy“ zu ihrem Gatten, worauf das Monster im See untertauchte.
- Miss J. S. Fraser und vier andere Damen
sichteten am 22. September eine langhalsige Kreatur im Noch Ness.
- Der Geistliche W. E. Hobbes beobachtete
am 22. September zehn Minuten lang das „Loch-Ness-Monster“.
- Die Zeitung „Scotsman“ berichtete am 17.
Oktober, Alex Campbell habe im September bei Fort Augustus im Loch Ness
ein langhalsiges, plesiosaurierartiges Tier gesichtet, das untergetaucht
sei, als sich zwei Fischerboote näherten. Einige Wochen später erblickte
Campbell das Seeungeheuer wieder.
- Mrs. J. Simpson entdeckte am 22. Oktober
gegen 9 Uhr im Loch Ness ein tauchendes Objekt, das offenbar zwei
Schwimmflossen hatte.
- Mr. A. Gilles beobachtete am 22. Oktober
gegen 11.30 Uhr im Loch Ness einen Höcker, der etwa 60 bis 90 Zentimeter
aus der Wasseroberfläche ragte.
- Miss C. MacDonald erblickte am 22.
Oktober gegen 12.45 Uhr im Loch Ness ein sich langsam bewegendes Objekt
mit einem Höcker, das eine V-förmige Welle erzeugte.
- Rupert T. Gould (1890–1958), ein
ehemaliger Korvettenkapitän, der zeitweise in Asthead lebte, interviewte
vom 9. bis 23. November mehr als 50 Augenzeugen über ihre Sichtungen von
„Nessie“. 1934 erschien sein Buch „The Loch Ness Monster and Others“.
- Mr. C. MacRae und Mr. J. MacKinnon
beobachteten am 10. November gegen 14 Uhr im Loch Ness einen
schätzungsweise 7,50 Meter langen und ungefähr 30 Zentimeter breiten
Höcker, der auf den ersten Blick wie ein nach oben gekehrtes Boot
aussah.
- Am 12. November fotografierte der
Arbeiter Hugh Gray aus Foyers an der Seepromenade seines Wohnortes –
unweit der Mündung des Flusses Foyers in das Loch Ness – ein
vermeintliches Seeungeheuer. Das Motiv wurde später als Labradorhund mit
einem Stock im Maul enttarnt.
- Die britische Regierung lehnte am 12.
November den Antrag eines Unterhausabgeordneten ab, eine offizielle
Untersuchung über das „Ungeheuer vom Loch Ness“ anzustrengen.
- Miss N. Simpson erblickte am 20.
November gegen 9 Uhr im Loch Ness ein bis zu 9 Meter langes Objekt mit
einem großen und einem kleinen Höcker.
- Der schottische Filmemacher Malcolm
Irvine und seine Begleiter Stanley Clinton und Scott Hay von der „Scottish
Film Productions“ filmten am 12. Dezember gegenüber der Burg „Urquhart
Castle“ das „Loch Ness Monster“.
- Marmaduke („Duke“) Wetherell entdeckte
am 21. Dezember bei Dores am Ufer des Loch Ness Spuren eines
vierbeinigen Tieres, die im Januar 1934 vom „British Museum of
- Natural History“ in London als
Fußabdrücke vom Flusspferd (Hippopotamus amphibius) identifiziert
wurden.
- Mr. G. Jamieson sah am 27. Dezember
gegen 11 Uhr im Loch Ness zwei Höcker. Das zwischen 4,50 und 6 Meter
lange sowie zwischen 60 und 90 Zentimeter breite Objekt tauchte schnell
unter, als ein Autofahrer hupte.
- Eleanor Price-Hughes sichtete bei
Drumnadrochit ein „Monster“, das zwischen Büschen auftauchte, zum Loch
Ness ging und dort untertauchte. Im Maul trug das Ungeheuer einen
rosafarbenen Gegenstand, bei dem es sich vielleicht um ein Seehund-Baby
gehandelt haben könnte.
- Mrs. Reid, die Ehefrau des Postmeisters
in Inverfarigaig, erblickte im Dezember bei Inverfarigaig abseits der
Straße im Farnkraut ein fremdartiges Tier. Angeblich war es etwa 3 Meter
lang, sah aus wie ein Flusspferd, hatte einen großen und rundlichen
Kopf, eine haarige Mähne am Hals, kurze und dicke Beine sowie eine
dunkle Hautfarbe.
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1934 |
Der Medizinstudent Arthur Grant aus
Drumnadrochit stieß am 5. Januar gegen 1 Uhr nachts bei Abriachan auf
seinem Motorrad fast mit einem etwa 4,50 bis 6 Meter langen
„Loch-Ness-Monster“ zusammen. Im Mondlicht erblickte er ein Tier, das wie
eine Kreuzung zwischen einem Plesiosaurier und einem Seehund aussah. Es
hatte einen kleinen schlangen- oder aalartigen Kopf, große Augen, einen 1
bis 1,20 Meter langen Hals, einen dicken Körper, zwei Höcker, vier Flossen
und einen ca. 1,50 bis 1,80 Meter langen, spitzen Schwanz. Das Ungeheuer
ging zum See und tauchte dort unter.
Weitere
unabhängige Beobachtungen im Jahre 1934 durch Howard
Carson, Doreen Taylor, die
Mädchen Patricia Harvey und Jean MacDonald, Mrs. M.
MacLennan, Kathleen MacDonald,
Margaret Munro, William Mackay,
Mr. R. J. Scott, Mr. J.
MacKintosh, Mr. A. Ross, Mr.
D. Ralph, Mr. P. Grant und James Legge,
Mr. R. J. Scott und Evan Strang,
Sir Murdoch MacDonald (Mitglied des Parlaments)
mit seinem Sohn sowie anderen
Augenzeugen, F. C. Adams (Foto li.),
James Fraser, George MacBean und
andere, Richard Horan und drei andere Augenzeugen
und Alex Campbell.

Das „Loch-Ness-Monster“ wurde 1934
unter Naturschutz gestellt. Niemand durfte es fortan
fangen oder töten.
Das 1994 als Fälschung
entlarvte Foto
„Surgeon’s-Foto“ („Chirurgen-Foto“)
von Dr. Robert
Kenneth Wilson
(Foto re.). |
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1935 |
Der in London tätige Arzt Dr. McRae, der in „Eilean
Donan Castle“ am Loch Doich wohnte, filmte im Loch Ness ein Seeungeheuer.
Der von ihm gedrehte vier- oder fünfminütige Streifen zeigte ein Monster
mit zwei kleinen Hörnern auf dem Kopf, schmalen Augen, langem Hals und
drei Höckern. Beim Herumtoben im Wasser waren auch Flossen und der lange,
schuppige Schwanz erkennbar. Dieses Untier hatte eine Länge von
schätzungsweise 9 Metern. Dr. MacRae führte den Film nur einigen Freunden
vor. |
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1936 |
Der schottische Filmemacher Malcolm Irvine
filmte am 22. September im Loch Ness gegenüber von Foyers ein etwa 10
Meter langes, langhalsiges „Monster“. Sein Streifen „Das Loch Ness
Monster“ löste in Großbritannien und letztlich weltweit die „Nessie“-Manie
aus. |
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...seither... |
... fast jedes Jahr viele Beobachtungen ...
(aber auch eine Reihe von nachgewiesenermaßen gefälschten Fotos) |
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1958 |
Der
Fischzüchter H. L. Cockrell aus Dumfries sichtete in einer Augustnacht bei
Invermoriston vom Boot aus das „Loch-Ness-Monster“ und fotografierte es.
Er war unsicher, was er gesehen und abgelichtet hatte und fand nach seinem
Schnappschuss einen Ast im Wasser. Die Zeitung „Weekly Scotsman“
veröffentlichte am 16. Oktober sein Foto, das er mit der an seinem Helm
befestigten Kamera geschossen hatte. |
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1963 |
An
einem ruhigen Augustabend pflügte Hugh Ayton mit seinem Sohn und drei anderen
Männern am Rande des Sees nahe dem Dorf Dores ein Feld. Plötzlich, etwa
um halb acht, entdeckte der Sohn etwas, das sich durch den See bewegte. "Es
war gross und schwarz", sagte Ayton später. "Der See lag ruhig
und still da. Kein Laut war zu hören. Nur das Ding bewegte sich unablässig
vorwärts." Da begriffen die Männer, daß das, was sie da
beobachteten, "das Ungeheuer" aus den Sagen um Loch Ness war. Augenblicklich
rannten sie zu einer nahe gelegenen Anlegestelle, und vier der Männer sprangen
in ein kleines Ruderboot mit Außenbordmotor, um dem Wesen nachzusetzen.
"Das Ding kam immer noch den See hinunter", erinnerte sich Ayton,
"und
als wir uns näherten, konnten wir es genauer erkennen. Da war ein langer
Hals, der etwa zwei Meter aus dem Wasser ragte, und ein Kopf, der mich an ein
Pferd erinnerte, obgleich er größer und flacher war. Der Körper
war insgesamt zehn bis zwölf Meter lang, über einen Meter hoch und trug
drei flache Buckel. Er hatte eine dunkle Farbe, und die Haut sah rauh aus." Die
Männer waren etwa 50 Meter von dem Tier entfernt, "als es sich ein Stück
aus dem Wasser reckte und dann tauchte, wobei es das Wasser so aufwühlte,
das sich das Boot im Kreise drehte". Einige Sekunden später kam der
Kopf etwas weiter entfernt wieder an die Oberfläche, und dann verschwand
das Tier entgültig. "Etwas, an das ich mich immer erinnern werde, ist
das Auge", sagte Ayton, "ein ovales Auge, das fast auf dem Kopf saß.
Ich werde nie vergessen, wie uns das Auge anschaute." |
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1970er,
1980er |
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2005 |
Aktuelle Nachforschungen von BBC Germany und
NDR (Originaltext) "Das Ungeheuer
von Loch Ness"
Trailer der BBC-Originalversion anschauen!
Immer
noch schwören Menschen, dass sie das Ungeheuer von Loch Ness mit eigenen
Augen gesehen haben. Und für die britische Presse ist die angebliche
Sichtung des drachenähnlichen Monsters nach wie vor das Sommerlochthema
Nr.1.
Glaubwürdigkeit hatte die Legende erstmals in den 1970er und 80er Jahren
gewonnen, als Sonaraufnahmen und Unterwasserfotos den bedeutenden
Naturwissenschaftler Sir Peter Scott davon überzeugten, dass sich im Loch
Ness wahrhaftig etwas versteckt hielt.
Der BBC ist es nun gelungen, endgültig zu klären, ob das Ungeheuer im Loch
Ness tatsächlich sein Unwesen treibt. Der Film dokumentiert die erste
vollständige Sonar-Untersuchung des 36 km langen und 230 m tiefen Sees.
Nichts könnte dieser akribischen Suche entgehen. Aber wenn Nessie
tatsächlich existiert, was für ein Tier wäre sie dann überhaupt? Der
Biologe Steve Leonard geht der These nach, dass Nessie ein Plesiosaurier
sein könnte, der im See überlebt hat. Mit Rückblenden in die Erd- und
Entwicklungsgeschichte und in die Zoologie erläutert er die
Lebensmöglichkeiten eines solchen Wesens. Dabei wird Loch Ness - u.a. mit
atemberaubenden 3-D-Animationen - auch schon einmal trockengelegt. Leonard
legt auch alle bisher entstandenen Nessie-Fotos unter die
wissenschaftliche Lupe und findet heraus, was hinter diesen offenbar
realen Abbildungen steckt. Natürlich kommt auch ein Psychologe zu Wort -
und dieser hat seine eigenen Vorstellungen vom Monster und den
Augenzeugen... Dank hervorragender Computertricks kann der Zuschauer
Nessie bequem vom Sofa aus begegnen, ihre elegante Schwimmtechnik
bewundern oder sogar Einblicke in ihr Liebesleben bekommen. Und darüber
staunen, dass Steve Leonard nun auch Nessies wahres Alter erfahren hat:
Sie erblickte 1933 das Licht der Welt.
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"... voll von Aufsehen erregenden Computertricks im Stil von "Dinosaurier
- Im Reich der Giganten"
Daily Mail
"Eine endgültige Erforschung des Nessie-Mythos"
Daily Telegraph
"Eine faszinierende Entdeckungsreise... Die neuesten Special Effects
erschaffen einen Furcht erregend realistischen Plesiosaurier"
Sunday Mail
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Gegend |
Canada, British Columbia, Lake Okanagan | |
Beobachtungen | | |
| Ogopogo ist der Name des
angeblich im Lake Okanagan lebenden Seeungeheuers. Obwohl schon die
Indianer vor der Ankunft der Weißen vor einem "großen Tier" in diesem
See Angst hatten (und bei der Überfahrt stets ein paar lebende Hühner
dabeihatten, um sie ggf. zu opfern), gibt es bis heute keine
stichhaltigen Indizien für (aber auch gegen) dessen Existenz, denn im
Unterschied zum Loch Ness gab es am Lake Okanagan nie längere Perioden
ohne entsprechende Sichtungen.
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2004 |
John Casorso verbrachte mit seiner Familie
einige Ferientage auf einem gemieteten Hausboot am Lake Okanagan. Am
9. August 2004, so Casorso, erwachte die Familie gegen 7.30 Uhr
morgens, da das Boot begonnen hatte, heftig zu schwanken. Sofort
gingen alle an Deck um zu sehen, was passiert war. Als John auf das
Wasser schaute, erblickte er ein großes schwimmendes Objekt, das sich
gemächlich entfernte. Die Familie vermutet, dass das Etwas unter ihrem
Boot hindurchgetaucht und es dabei angerempelt hat. "Wir konnten
spüren, wie groß und kräftig es war."
Casorso reagierte schnell und nahm seine Videokamera heraus, um das
Wesen – was immer es auch war – zu filmen.
Gut 15 Minuten konnte John die Kreatur aufnehmen. Auf dem Band erkennt
man eine Reihe von mindestens fünf oder sechs
dunklen beweglichen Buckeln im ruhigen Wasser des Sees. Kein
Boot bewegt sich im näheren Umkreis, nirgends sind große Wellen zu
sehen. Casorso schätzt die Länge des sichtbaren Teils auf etwa 15
Meter. Und möglicherweise war das Wesen nicht allein.
"Einmal schien es so, als sei da mindestens ein weiteres Objekt
parallel zu dem größeren geschwommen, und eines dahinter", so
Casorso. "Es kann keine Welle gewesen sein, weil es sich nicht
zerstreute. Das Ding blieb über zehn Minuten in Reichweite."
Warum hat der Zeuge so lange mit der Publikation seiner Sichtung
gewartet? Casorso meint, dies sei ihm von der ortsansässigen
Ogopogo-Expertin Arlene Gaal empfohlen worden.
Casorso zeigte ihr das Video, und "sie sagte, wir sollten die Sache
langsam angehen. Ich wollte selbst nicht so schnell damit an die
Öffentlichkeit, da die Reaktionen auf all die Fotos und Videos von
angeblichen Seeungeheuern nicht immer zustimmend sind."
Gaal, Chronistin von Ogopogo-Sichtungen
und Autorin verschiedener Bücher zum Thema, glaubt, dass Casorso
interessante Aufnahmen gelungen sind und er etwas gefilmt hat, was
viele Menschen wohl für das Ungeheuer halten würden.
"John hat da wirklich gute Bilder gemacht, die zur Lösung des
Rätsels um Ogopogo beitragen könnten."
Laut der Forscherin sind in diesem Jahr neun Sichtungen gemeldet
worden, und sie glaubt, dass längst nicht alle Augenzeugen ihre
Beobachtung auch publik machen.
Gaal hat Casorso auch geraten, das Video unter Kopierschutz zu
stellen. Er zeigte es zunächst einigen Freunden, um ihre Meinungen zu
hören. John meint, er sei erfreut über die Reaktionen gewesen. Anfangs
sind die Aufnahmen von schlechter Qualität, doch dann werden sie sehr
klar und scharf, und jeder erkennt: Das ist mehr als nur eine Welle.
Janet Courtney hat das Video gesehen und meint dazu:
"Ich glaube ja, dass vieles möglich ist, aber jetzt bin ich mir
sehr sicher, dass in diesem See irgendetwas ist."
Jon Manchester, Redakteur des Daily
Courier, war Ogopogo-Geschichten gegenüber immer skeptisch. Doch nach
Betrachtung des Filmes sagt er:
"Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll... Ich habe etwas
gesehen, von dem ich nicht weiß, was es ist. Es war mehr als nur ein
treibendes Stück Holz. Das ist mit Abstand der überzeugendste Beweis
für Ogopogo."
John Casorso lebt seit seiner Kindheit
am Lake Okanagan und glaubte immer, dass an der Seeungeheuerlegende
etwas Wahres dran sei. Er hätte allerdings niemals erwartet, selbst
einmal einen Blick auf Ogopogo werfen zu können...
Das
Video wurde am 1. Dezember 2004 um 20.00 auf dem SciFi-Channel
ausgestrahlt. |
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Gegend |
Neuseeland, etwa 30 Seemeilen
(50 km) östlich von Christchurch, japanisches Fangboot „Zuiyo-maru“ | |
Beobachtungen | | |
1977 |
Vor einigen Jahren soll von einem
japanischen Fischerboot ein gut erhaltener Kadaver eines Plesiosaurus
gefunden worden sein, obwohl diese Tiere doch seit Jahrmillionen
ausgestorben sind. Dieser sensationelle Fund sei dann aber wieder über
Bord geworfen worden, weil dem Kapitän die gefangenen Fische wichtiger
waren. Stimmt das?
Tatsächlich
ging am 25. 4. 1977 dem japanischen Fangboot „Zuiyo-maru“ etwa 30
Seemeilen (50 km) östlich von Christchurch, Neuseeland, ein etwa 10 m
langer, 2 Tonnen schwerer, halb verwester Kadaver eines Tieres ins
Netz, das niemand an Bord identifizieren konnte. Es wurde wieder ins
Meer geworfen, doch hatte der Produktionsmanager Michihiko Yano vorher
die Gelegenheit, einige Größenmessungen durchzuführen, Gewebeproben zu
nehmen und eine Kamera auszuleihen. Seine fünf Fotos erregten bald
Aufsehen in der Weltpresse: Der anscheinend lange, dünne Hals des
Tieres erinnerte an einen Plesiosaurus – eine Interpretation, die auch
die Fischereigesellschaft bei ihrer Pressekonferenz am 20. 7. 1977
vertrat. Die japanische Zeitung Asahi Shinbun zitierte den Leiter der
Tierforschungsabteilung des nationalen Wissenschaftsmuseums in Tokyo,
Prof. Yoshinori Imaizumi, mit den Worten: „Es ist kein Fisch, Wal oder
anderes Säugetier.(…) Es sieht einem Plesiosaurus sehr ähnlich.“ Auch
Washington Post, Boston Globe, New York Times, New Scientist und
andere berichteten über den Fund. „Seit Godzilla hatte kein Monster
Japan so im Griff“ (Glen Kuban). Spielzeughersteller brachten Modelle
auf den Markt, am 2. 11. erschien eine japanische
Plesiosaurus-Briefmarke, und sogar der Hersteller von Yanos Kamera
warb mit den „Seemonster“-Fotos.

Der lange, dünne Hals, das „Nessie-ähnliche“ Erscheinungsbild dieses
Kadavers ließ an einen Plesiosaurus denken.
Was war dieses Tier? Michihiko Yano selbst sah es offenbar als
Plesiosaurus. Seine Skizze des Tieres zeigt deutlich einen
Plesiosaurus und trägt die Beschreibung „Fang eines Nessie-ähnlichen
Kadavers“. Allerdings: Die Skizze wurde erst zwei Monate nach dem Fang
aus dem Gedächtnis angefertigt, und sie widerspricht in einigen
Details den Fotos – so fehlt etwa die auf einem der Fotos sichtbare
Rückenflosse.
Eine Lösung des Rätsels kam im Juli 1978 ans Licht, als eine
Arbeitsgruppe in einem Report für die Societé Franco-Japonaise
d’Océanographie die Ergebnisse umfangreicher Untersuchungen
veröffentlichte: Alles deutet auf einen Riesenhai! Die Analyse der
Gewebeproben mit verschiedenen Methoden zeigen, dass das Gewebe von
einem Hai stammt. Gegen einen Plesiosaurier sprechen verschiedene
anatomische Details der Fotos und der Skizze: So haben Plesiosaurier
mindestens 13 Halswirbel, während der Kadaver „6 oder 7“ (Yano) hatte.
Auch die Form des Kopfes, die Bänder entlang der Wirbelsäule, die
Rückenflosse und andere Merkmale passen zu einem Hai, aber nicht zu
einem Reptil und keinesfalls zu einem Plesiosaurus.
Was aber ist mit dem langen, dünnen Hals, der für einen Hai so
untypisch ist? Der Riesenhai (Cetorhinus maximus) ernährt sich von
Plankton, indem er mit weit offenem Maul gemächlich unter der
Wasseroberfläche schwimmt und das Plankton durch den riesigen
Kiemenapparat filtert. Daher ist der Unterkiefer und der Kiemenapparat
nur schwach am Rest des Körpers befestigt und geht meist als Erstes
verloren, wenn das Tier verwest. Übrig bleibt die Halswirbelsäule mit
dem relativ kleinen Schädel, was dem Kadaver ein „Nessie-ähnliches“
Erscheinungsbild gibt. Dieses Phänomen ist seit langem bekannt und hat
dem Riesenhai bereits den Spitznamen „Pseudoplesiosaurus“ (Cohen, D.:
The Encyclopedia of Monsters, New York 1982) eingebracht.
Zwar
waren vorläufigen Ergebnisse der Gewebeproben bereits am 25. 7. 1977,
wenige Tage nach der Veröffentlichung der Fotos, der Öffentlichkeit
vorgestellt worden, und kritische Biologen hatten früh auf die
Möglichkeit einer Verwechslung mit einem Riesenhai hingewiesen. Die
Monsterbegeisterung störte dies jedoch nicht, und auch die Analyse von
1978 wurde kaum beachtet. Vor allem in der kreationistischen Literatur
lebt er als ungelöstes Rätsel weiter, das angeblich der
Evolutionstheorie widerspricht: Glen Kuban führt 19 Publikationen aus
der Zeit zwischen 1984 und 1997 auf, die den Kadaver als Plesiosaurus
bezeichnen – die meisten scheinen, so Kuban, die Ergebnisse der
Untersuchung gar nicht zu kennen (Kuban: Sea-monster or Shark? Report
of the National Center for Science Education, 17(3), May/June 1997,
16-28).
Diese Skizze von Glen J. Kuban soll beweisen, daß der gefangene "Plesiosaurier"
ein Riesenhai gewesen sein soll. Bleibt die Frage: Wie deutet man das
ausgeprägte Rückrat, dem eigentlichen Merkmal eines Säugetiers oder
auch Dinosauriers, mit den auf den verschiedenen Fotos deutlich zu
erkennenden Wirbel. Der Hai ist ein Knorperfisch und besitzt im
Normalfall kein Rückrat. |
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